Wasserpflege

Äußere Umwelteinflüsse, der Badebetrieb selbst und viele andere Faktoren beeinflussen die Wasserqualität und somit auch eine einwandfreie Hygiene und das eigene Wohlbefinden. Deshalb ist es erforderlich, entsprechende Pflege- und Desinfektionsmaßnahmen anzuwenden. Grundsätzlich gibt es vier entscheidende Faktoren, die für die Qualität des Beckenwassers verantwortlich sind: Die richtige Beckenhydraulik, ausreichend Frischwasserzufuhr, Desinfektion und Filtration.

Die größte Rolle im Hinblick auf die Wasserqualität spielt der pH-Wert. Dieser hat einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden der Haut und auf die chemischen Prozesse im Schwimmbadwasser, wie etwa Korrosion und die Chloraktivität. Daher ist die Korrektur des pH-Wertes auf einen neutralen Wert von etwa 7,2 der erste Schritt in der Wasseraufbereitung. Dieser Vorgang kann von Hand, oder bequem durch eine automatische Mess- und Regeltechnik erfolgen.

Das Herzstück jeder Aufbereitungsanlage für Schwimmbäder ist die Filteranlage zur mechanischen Reinigung. Filtrierbare Stoffe werden aus dem Umwälz-Kreislauf entfernt. Die gängigste Variante ist die Sandfilteranlage, die per Mehrschichtfiltration Verunreinigungen und bis zu 30% an Parasiten, Viren & Bakterien zurückhält.

Für höchste Ansprüche an die Wasserhygiene sorgt die innovative Technologie „Ultrafiltration“. Hierbei handelt es sich um eine Membranfilteranlage, die bis zu 99,99% aller Parasiten, Viren & Bakterien zurückhält und einen deutlich geringeren Einsatz von Chlor oder anderen Oxidationsmitteln ermöglicht.

„Die wichtigsten und gebräuchlichsten Oxidationsmittel zur Desinfektion“

Chlor

Chlor besitzt eine hohe Wirksamkeit und ist auch aufgrund seiner Verfügbarkeit in zahlreichen Formen (flüssig, fest, in Tablettenform, granuliert) das am häufigsten verwendete Desinfektionsmittel. Der Einsatz von Chlor stellt bei sachgemäßer Verwendung nach wie vor das am besten geeignete Aufbereitungs- und Desinfektionsverfahren dar, da es eine hohe Wirksamkeit besitzt und eine lange Depotwirkung aufweist.

Brom

Bei Brom handelt es sich wie bei Chlor um ein sogenanntes Halogen. Auch Brom verfügt über eine hohe Reaktivität, jedoch ist die Desinfektionsgeschwindigkeit etwas geringer als bei Chlor. Da der Umgang mit Brom höhere Sicherheitsansprüche erfordert, wird Brom primär durch Einziehschleusen dem Beckenwasser zugegeben.

Aktivsauerstoff

Aktivsauerstoff, genauer gesagt ein Wasserstoffperoxid-Produkt hat eine vergleichsweise niedrige Reaktivität mit einer schwachen Oxidationswirkung. Da sich der Aktivsauerstoff schnell verflüchtigt und somit nur eine minimale Depotwirkung hat, ist hier eine höhere Menge zuzuführen als etwa bei der Desinfektion mit Chlor und das in kürzeren Zeitabständen. In Deutschland ist Aktivsauerstoff (Wasserstoffperoxyd) seit dem 27.01.2017 nur noch in Konzentrationen bis max. 12% zum Verkauf an Privatpersonen zugelassen. Damit gibt es kaum noch Vorteile, die für den Einsatz dieses Desinfektionsverfahrens sprechen.

Flockung

Flockungsmittel werden eingesetzt um kleine, nicht filtrierbare Trübstoffe im Wasser filtrierbar zu machen. Dazu zählen unter anderem äußere Umwelteinflüsse, aber auch Körperfette und Kosmetika, wie z.B. Sonnenmilch.